Suchen

13/18

* dreizehn/achtzehn – Junge Autoren *

Das sind die Gewinner des Kölner Junge Autoren Award 2016

Auf einer tollen, und dank unseres Schirmherren Wolfgang Bosbach auch sehr lustigen Eröffnungsgala, wurde neben dem Crime Cologne Award auch der Kölner Junge Autoren Award 2016 vergeben.

Die Laudatio hielt eben unser Schirmherr Wolfgang Bosbach, MdB:

„Lieber der Onkel, der was mitbringt, als die Tante mit dem Klavier“ – so begrüßte er Werner Fredebold, Verleger 1318 und Initiator des Kölner Junge Autoren Awards, auf der Bühne bei der Übergabe der Gewinnpärmie.

Und dies sind unsere Gewinnerinnen

lea_hartmanns_bild21. Platz

Lea Hartmanns aus Osterholz-Scharmbeck mit dem Kurzkrimi VERGELTUNG

Sie stehen sich gegenüber. So nahe, dass sie seinen Schweiß riechen kann und er ihre Angst. Das Herz hüpft in ihrer Brust auf und ab, flattert wie ein verirrter Vogel auf der Suche nach Freiheit. Ihr Leib bebt. Ihr Innenleben, all das, woran sie jahrelang geglaubt hat, ist in seinen Grundfesten erschüttert. Ihr Körper ein Seismograph, der spürt, dass die Welt, so wie sie war, in wenigen Augenblicken aus den Fugen gerissen wird. Er blickt höhnisch auf sie herab. »Das wagst du nicht.«
Unbändiger Hass lodert in ihr auf und doch hat sie furchtbare Angst. Sie würde im Moment alles dafür geben, ihn sterben zu sehen und möchte gleichzeitig nichts lieber, als von hier zu verschwinden.
Sie verstärkt den Griff um die Pistole und richtet die Mündung auf ihn. […]

Das Urteil der Jury:
Die Autorin vermag mit sparsamen Mitteln die widerstreitenden Gefühle von Schuld und Unschuld, von Wut und Trauer nachvollziehbar und eindringlich darzustellen. Mit einer unprätentiösen und gradlinigen Sprache schildert sie einfühlsam, wie die Frau sich im Verlauf der Situation wappnet, das Ungeheuerliche zu tun.

Den gesamten Kurzkrimi VERGELTUNG könnt Ihr hier nachlesen.

 

jana_waldorf 2. Platz

Jana Waldorf aus Leverkusen mit dem Kurzkrimi TOTENLIED

Schmatzen. Ein widerliches Geräusch.Widerlich, wenn es von Menschen kommt und noch widerlicher, wenn es vom Boden kommt.
Der Schlamm klebt an seinen Schuhen, zieht ihn zu sich; er verstärkt die Schwerkraft. Ziehen in Richtung seines Ziels, Ziehen in Richtung eines heillosen Morasts aus Wahrheiten, aus Unwahrheiten und aus den Wahrheiten, die man belegen kann. Über dem Feld steigt ein dichter Nebel auf, gefüllt mit den Geistern der Musik und der Jubelrufe, die hier vorgestern noch ausgestoßen wurden.
Es ist heiß und riecht nach abgestandenem Bier. Aus der immer grauen Sommerwolkenwand bricht ein blendend helles Licht hervor. 20 Meter vor ihm liegt eine kleine Zeltgruppe. Die letzten Zelte auf dem Platz. Der Tatort. […]

Das Urteil der Jury:
Die Autorin erschafft eine dichte und beklemmende Atmosphäre, die den Leser schnell gefangen nimmt. Es gelingt ihr mit einer konzentrierten und knappen Sprache eine spannende Geschichte zu erzählen und uns den Seelenzustand des Ermittlers nahezubringen […]

Den gesamten Kurzkrimi TOTENLIED könnt Ihr hier nachlesen.

 

p1000451-bewerbung3. Platz

Anneke Maurer aus Hamburg mit dem Kurzkrimi KAMILLENSTRAßE NR. 13 oder WARUM ROBERT EIN BAD IN DER WASCHMASCHINE NAHM

Bis zu diesem Moment war es recht friedlich im Mietshaus in der Kamillenstraße Nr. 13 gewesen, von ein paar nicht ernstzunehmenden Nachtbarschaftsstreitereien abgesehen. Doch als Svenja, ertse Etage gleich rechts, an diesem Nachmittag hinunter in den Wäschekeller ging, um eine Buntwäsche aufzusetzen, änderte sich das schlagartig. Denn in der Waschmaschine steckte schon jemand – Robert… Er war tot.  […]

Das Urteil der Jury:
„Als sie die Waschmaschine aufzog, strömte der widerliche Geruch von totem, verwesendem Fleisch in den Raum“, was so drastisch beginnt, entpuppt sich bald als humorvoller und anrührender Krimi in bester ‚Who done it?‘ Tradition. […]

Den gesamten Kurzkrimi KAMILLENSTRAßE NR. 13 oder WARUM ROBERT EIN BAD IN DER WASCHMASCHINE NAHM könnt Ihr hier nachlesen.

Sei live dabei!

160902_award_16.jpgAm Sonntag, 18. September, wird auf dem Eröffnungs- und Galaabend der Crime Cologne 2016 die begehrte Trophäe, der Kölner Junge Autoren Award, an die oder den GewinnerIn überreicht. Ab 20 Uhr im Café im Ludwig, im Museum Ludwig, Köln – direkt am Dom.

Sei live dabei!
Tickets bekommst Du hier, bei Köln-Ticket!

Impressionen

Am Donnerstag, 8.09.2016, fand die Pressekonferenz zu der diesjährigen und 5. Crime Cologne statt!
Hier findet Ihr einige Impressionen der Veranstaltung im Café Ludwig – im Museum Ludwig, Köln.

pk_5
Die Crime Cologne 2016 auf einen – großen – Blick
pk_1
v.l.: Hejo Emons, Initiator und Veranstalter der Crime Cologne, Werner Fredebold, Verleger „13/18 – junge Autoren“ und Initiator des Kölner Junge Autoren Award, Melanie Raabe, Autorin und stellvertretend für die teilnehmenden Autoren, Gisa Klönne, Autorin und Vorsitzende der Jury für den Crime Cologne Award, Fabian Pasalk, Organisator und Achim Mantscheff, Initiator und Veranstalter der Crime Cologne
pk_4
Die Presse auf der einen Seite….

 

pk_3
Hejo Emons, Werner Fredebold und Melanie Raabe auf der anderen Seite…(v.l.)
IMG_4997.JPG
Noch sind die Stühle für die Lesungen leer. Aber ab dem 19. September ist nichts mehr frei.

Gestern auf der Pressekonferenz…

Bald ist es soweit und die Crime Cologne eröffnet zum 5. Mal ihre Tore.

img_0310_kl

Rund 70 Veranstaltungen wird es geben in Köln und Umland und mehr als 50 Autoren aus 11 Ländern und 5 Kontinenten werden ihr Krimis vorstellen.

Um das alles öffentlich bekannt zu geben, gab es gestern eine Pressekonferenz im Café Ludwig, im Museum Ludwig. Und natürlich waren auch wir, dreizehn/achtzehn, als Teil der Crime Cologne und Initiator des Kölner Junge Autoren Award, dabei!

Neben den Veranstaltern Emons und Mantscheff waren auch die Autorinnen Gisa Klönne, die auch gleichzeitig Vorsitzende der Jury des Crime Cologne Awards ist, sowie Melanie Raabe, die vor 10 Tage ihren neuen Thriller veröffentlichte, zu Gast. Außerdem stellt Werner Fredebold, Verleger 13/18 – Junge Autoren – den Kölner Junge Autoren Award vor.

VOTEN & GEWINNEN!

voten_gewinnen Kopie
Das Award-Online-Voting wird um 2 Tage verlängert!
Noch bis zum Sonntag könnt Ihr für Euren Favoriten abstimmen und ihn beim Gewinnen des Kölner Junge Autoren Award 2016 unterstützen!
Einfach auf www.dreizehnachtzehn.de ein Kreuzchen dalassen.

Und so könnt Ihr gewinnen:
Lasst ein „Gefällt mir“ unter diesem Beitrag und teilt ihn auf Eurem Blog.
Und gewinnt zwei eBooks: „Angstfutter 1“ und „Angtfutter 2“!

Viel Glück!

Wir stellen vor: GERECHTIGKEIT

Für den Kölner Junge Autoren Award 2016 nominiert:

Scales. 3d

„Gerechtigkeit“
von Lisa Winkel

Die Nachmittagssonne scheint durch das Buntglasfenster des grau-weißlich gestrichenen Raumes, in dessen oberen Ecken der Putz schon zu bröckeln beginnt. Das Licht fällt auch seitlich auf die Leiterin der Abstellkammer -des Altenheims- die mich immer ein wenig an einen Hefeklops erinnert. Sie will mit mir über „Specht“ sprechen, meinen gestern verstorbenen Wellensittich. Ich nicht. Also mustern wir uns über den hellen Eichenschreibtisch hinweg, sie mit einer angestrengten Miene, die wohl Sorge ausdrücken soll.

Aus Richtung des Speisesaales klirrt es laut, es klingt verdächtig nach zerbrechendem Geschirr. „Ich bin gleich wieder da“, sagt sie, froh über die Unterbrechung, und stapft zur Tür hinaus. Ihre Schritte sind bald verhallt.

Als das schwarze Drehscheibentelefon auf dem Schreibtisch zu klingeln beginnt fällt mir auf, dass ich mich partout nicht an ihren Namen erinnern kann -ach, neben dem Telefon steht auch ein Halter mit Visitenkarten. „Sabine Müller, Leiterin Pflege- und Altenheim Feldblick“. Über den Karten liegt eine dünne Staubschicht, unsere Frau Weiher scheint in letzter Zeit nicht allzu viele Gäste gehabt zu haben. Immer noch klingelt das Telefon. Ich stehe wackelig auf meinen Stock gestützt auf und spähe in den Korridor. Niemand.

[…]

Den vollständigen Kuzkrimi und das Online-Voting findet Ihr hier!

Bild: www.redensarten.net

Wir stellen vor: TOTENLIED

Für den Kölner Junge Autoren Award 2016 nominiert:

lied

„Totenlied“
von Jana Waldorf

Schmatzen. Ein widerliches Geräusch.

Widerlich, wenn es von Menschen kommt und noch widerlicher, wenn es vom Boden kommt.

Der Schlamm klebt an seinen Schuhen, zieht ihn zu sich; er verstärkt die Schwerkraft. Ziehen in Richtung seines Ziels, Ziehen in Richtung eines heillosen Morasts aus Wahrheiten, aus Unwahrheiten und aus den Wahrheiten, die man belegen kann.

Über dem Feld steigt ein dichter Nebel auf, gefüllt mit den Geistern der Musik und der Jubelrufe, die hier vorgestern noch ausgestoßen wurden.

Es ist heiß und riecht nach abgestandenem Bier.

Aus der immer grauen Sommerwolkenwand bricht ein blendend helles Licht hervor.

20 Meter vor ihm liegt eine kleine Zeltgruppe. Die letzten Zelte auf dem Platz.

[…]

Den vollständigen Kurzkrimi und das Online-Voting findet Ihr hier!

Wir stellen vor: DER HÄNDEHACKER

Für den Kölner Junge Autoren Award 2016 nominiert:

realität

„Der Händehacker“
von Friederike Voß

Jonas war vierzehn Jahre alt und immer schlecht gelaunt. Jetzt gerade war er auf Verbrecherjagd.
Jonas wurde von der Polizei in höchsten Tönen gelobt und hatte schon Tausende Orden und
Abzeichen in seinem Schrank stehen. Bei jedem seiner Fälle hoffte er auf eine weitere
Auszeichnung, etwas, dass ihm um einiges mehr bedeutete als anderen Jungs Geld, Handys oder
Freundinnen. Er selbst war noch nie verliebt und hatte auch nicht vor das je zu ändern.
Er stand auf, ging in die Küche zum Kühlschrank und suchte nach einem Jogurt, der noch nicht
das Ablaufdatum überschritten hatte. Eine Sache auf die er peinlich genau achtete.
Nun setzte er sich wieder an den großen Schreibtisch. „Scheiße“ nuschelte er mit vollem Mund und
fuhr hastig mit der Maus über das Mauspad. Auf dem Bildschirm seines Laptops hatte sich ein
Fenster geöffnet: „Eilmeldung der Polizei: Ein Augenzeuge berichtet die gesuchte Johanna in der
Unterführung gesehen zu haben. Des weiteren beteuert er, das Mädchen sei in Begleitung eines
Mannes gewesen. Er sei etwa fünfundzwanzig bis dreißig Jahre alt und trug dunkle Kleidung. Für
weitere Details klicken sie bitte ‘hier’.“ Hastig drückte Jonas die linke Taste seiner Maus.

[…]

Den vollständigen Kurzkrimi und das Online-Voting findet Ihr hier!

*Bild: http://www.allmystery.de

Olympiade beim Award

rio

Nicht nur in Rio ist Olympia,  auch beim Award fühlen wir uns ein bisschen so.

Denn: nach unserer neuesten Auswertung haben wir so viele Votings wie noch nie, die NICHT aus Deutschland stammen!!!
Nämlich aus 34 weiteren Länder, rund um den Globus!

Dies sind die Länder, aus denen Ihr Euer Online-Voting abgegeben habt:

Ägypten               ägypten
Australien               australien.jpg
Bosnien Herzegovinabh.png
Canada canada.jpg
Columbien columbien.png
Dänemark dk.png
Ecuador ecuador.png
Estland estland.png
Finnland finnland.png
Frankreich frankreich.png
Großbritannien gb.png
Indonesien indo
Japan japan.png
Kenia kenia.png
Kroatien kroatien
Lettland lettland.png
Mazedonien mazedonien.png
Neuseeland neuseeland
Norwegen norwegen.png
Österreich österreich.png
Peru peru.png
Polen polen.png
Portugal portugal
Ruanda ruanda.jpg
Rumänien rumänien.png
Sambia sambia.png
Schweden schweden.png
Schweiz schweiz
Spanien spanien
Sri Lanka sri.png
Türkei türkei.png
USA usa.jpg
Vietnam viet.png

 

Wir stellen vor: FÜR JEDES EINZELNE MAL

Für den Kölner Junge Autoren Award 2016 nominiert:

house-sketch-vector-3-12496
„Für jedes einzelne Mal“
von Marie van Veen

Er hatte alles gesehen.
Dann wenn sie dachten, sie seien unbeobachtet, hatte er sie gesehen.
Er hatte es immer gesehen.
Und er sah es auch jetzt.

Er hatte über diese 16 Jahre jedes einzelne Mal mitbekommen.
Wie dieser widerliche Kerl sich an den jungen Mädchen vergriffen hatte, die hier arbeiteten.
Manche machten das, weil sie illegal hier tätig waren und er ihnen drohte aufzufliegen.
Manche bekamen von ihm mehr Geld.
Manche sagten Nein.
Und er tat es trotzdem.

Beim ersten Mal war er noch viel zu jung, um zu verstehen was geschah.
Damals spielte er mit seiner Schwester Julia Verstecken. Er war immer der bessere Spieler von den beiden gewesen, hatte immer die Verstecke gefunden, in denen ihn garantiert keiner fand.
Zu dieser Zeit war er grade mal zwei Jahre hier und noch klein genug um in die unterste Schublade des niedrigen, aber geräumigen Aktenschrankes zu passen.
Er stand in dem Büro seines Stiefvaters Dirk, dem dieses riesige Haus gehörte, und er kauerte sich in den kleinen Innenraum zusammen.
Die beiden untersten Fächer benutzte sein Stiefvater nie. Er konnte sich schon immer schlecht bücken und wollte ihn deshalb auch nie auf den Arm nehmen und mit ihm Flugzeug spielen.

[…]

Den vollständigen Kurzkrimi und das Online-Voting findet Ihr hier!

 

Bild: http://bit.ly/2aXmxwP

Wir stellen vor: MADE IN CHINA

Nominiert für den Kölner Junge Autoren Award 2016:

Made_In-China-706811
„Made in China“
von Etumu Mavie Schoster

Warum?

Paul schaute Xù rì von der Seite an.

Das erzähle ich dir später.

Die Wohnblöcke des Arbeiterviertels erstreckten sich noch auf beiden Seiten der Gasse, graue Bauten, die zart in den Himmel ragten, nicht die Wolken berührten, es nicht einmal versuchten.

Nicht hier.

Er kickte kleine Kieselsteine in die Rillen des Asphalts, schaute nur auf den Boden.

Das macht ihr nicht, oder, ihr Chinesen. Etwas in der Öffentlichkeit erzählen.

Nein, wahrscheinlich nicht.

Auch am roten Fluss, dort wo du herkommst.

Auch am roten Fluss, in Shangba. Versuche, das einmal auszusprechen.

Ich kann Mandarin.

Ja, aber es klingt lustig, wenn es Ausländer sagen.

Shangba.

Er lächelte kurz. Eigentlich wolle er nur den Namen hören.

Gehst du da wieder hin?

[…]
Den vollständigen Kurzkrimi und das Online-Voting findet Ihr hier!

Wir stellen vor: ICH MACHE UNS FRÜHSTÜCK

Nominiert für den Kölne Junge Autoren Award 2016:

700_is_Kaffeetasse_weiss_quer
„Ich mache uns Frühstück“
von Nadia Rungger

„Ich mache uns Frühstück.“ Marie huschte aus dem Bett. Alex murmelte zustimmend und zog sich die Decke über den Kopf, während Marie die Tür hinter sich schloss.
Es war ein sonniger Julimorgen. Barfuß tappte sie ins Bad und wusch sich das Gesicht.
Ihre Augen blinzelten im kalten Wasser. Was hatte sie davor gesagt?
„Ich mache uns Frühstück.“
Mit einem Mal war sie hellwach, auch wenn sie kaum geschlafen hatte. Ohne einen Blick in den Spiegel zu werfen ging sie in die Küche. Die Fliesen waren glatt und kalt und braun.
Wo war der Teppich?
Marie fröstelte, obwohl die Sonne über ihre Arme strich. Zuerst öffnete sie die Balkontür. Die Klangstäbe stießen aneinander und gaben ein fröhliches Geräusch von sich. Maries Blick wanderte zu der Aluminiumsonne, an der sie hingen. Sie war etwas geknickt, blickte Marie dafür aber mit dem breitesten Lächeln der Welt an. Marie starrte unumwunden zurück. Das war ein Kinderlächeln. Ein Kindergartenkinderlächeln. Marie hatte keine Kinder.
[…]

Den vollständigen Kurzkrimi und das Online-Voting findet Ihr hier!

 

Wir stellen vor: DER HOF

Für den Kölner Junge Autoren Award 2016 nominiert:

abbildung-mit-einem-traktor-18313225

„DER HOF“
von Davis Riedel

„Hey ihr zwei! Lust mitzukommen? Bei mir steigt ‘ne noch fettere Party. Ist gar nicht weit weg. Ich kann euch mitnehmen.“

Sie sieht zu ihrer besten Freundin. Ein leerer Gesichtsausdruck. Das Rattern des Traktors. Der fragende Blick des Jungen auf ihm. Hinter ihnen der leere Marktplatz. Straßenlaternen. Eine flackert nur noch leicht.

Die Eltern? Verreist. Niemand zu Hause. Die Nacht gehört ihr.

Blick zur Seite. Lynn nimmt die Hand des Jungen. Ein Ruck, sie sitzt auf dem Gefährt. Überlegung zu Ende. Elly steigt auch auf.

Gaspedal. Rütteln. 20 Stundenkilometer. Ortsausgang. Ende der Straßenbeleuchtung. Schwache Scheinwerfer am Traktor. Kaum Sichtweite. Felder. Rascheln im Hintergrund des dröhnenden Motors.

Lynn bricht das Schweigen: „Wie heißt du eigentlich?“

„Fritz.“

[…]

Den vollständigen Kurzkrimi und das Online-Voting findet Ihr hier!

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑